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Devisenhandel

Der Devisenhandel ist derzeit durch die sehr dynamischen Bewegungen der weltweiten Währungswerte ein sehr interessantes Spekulationsgeschäft. Allerdings muss sich jeder potentielle Anleger auch des relativ hohen Risikos bewusst sein, dem eine Investition in Devisen durch deren häufig auftretende kräftige Kursschwankungen ausgesetzt ist. Wenn man Devisenhandel betreibt, sollte man daher die Marktlage regelmäßig genau beobachten.

Devisen sind nichts anderes als fremde Währungen. Beim Devisenhandel tauscht man demnach nicht einfach Geld gegen Waren oder Dienstleistungen sondern eine Währung gegen eine andere. Da der Wert einer Währung vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt ist, können sich innerhalb kürzester Zeiträume deutliche Kursveränderungen einstellen. Tauscht man nun beispielsweise Euro in US-Dollar, so spekuliert man dabei auf eine zukünftige Aufwertung der amerikanischen Währung in Relation zum Euro. Tritt diese schließlich ein, so verändert sich der Wechselkurs entsprechend und man hat bei einem Rücktausch mehr Kapital zur Verfügung als zuvor. Der Devisenmarkt, der international Forex-Markt (Forex: foreign exchange) genannt wird, hat ein beachtliches Volumen und ist mit einem Tagesumsatz von bis zu 4 Billionen US-Dollar aktuell der größte Finanzmarkt der Welt.

Viele Spekulanten halten also Devisen in ihren Anlageportfolios, aber auch Staaten kaufen aus verschiedenen Gründen fremde Währungen auf. Beispielsweise hat China die größten Devisenreserven der Welt im Wert von 3,2 Billionen US-Dollar. 1,2 Billionen davon sind auch tatsächlich in der amerikanischen Währung angelegt. Die Chinesen haben damit eine große Zahlungskraft einer derzeit noch vertrauenswürdigen Währung in der Hinterhand und stärken gleichzeitig diese Währung, die für die Weltwirtschaft und somit auch für die riesige Volkswirtschaft China selbst immense Bedeutung hat. Die Schweiz ließ zuletzt durch die Kopplung ihres Franken an den Euro aufhorchen. Dadurch verhindert die Regierung der Eidgenossen, dass der Franken noch weiter an Wert gewinnt, denn die heimische Wirtschaft, die auf Exporte angewiesen ist, bekommt zunehmend Probleme, die sich verteuernden Produkte im Ausland zu verkaufen. Um die Bindung des Euro-Franken-Wechselkurses zu gewährleisten, will die Schweiz deshalb notfalls unbegrenzt Euro-Devisen aufkaufen und damit die europäische Gemeinschaftswährung stärken. Devisenhandel ist also auch für Staaten in verschiedenen Fällen eine wichtige oder sogar notwendige Option.

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